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Kreditrisiken von Kunden kontrollieren

23-04-2021 7 min read

Bei der Kreditwürdigkeitsentscheidung geht es um die Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der Geschäftspartner. Hierbei handelt es sich um einen zentralen Vorgang im Kreditmanagement. Dabei soll die wirtschaftliche Situation der Geschäftspartner gewährleisten, dass evtl. einzuräumende Lieferantenkredite und damit einhergehende Lieferungen und Leistungen störungsfrei durchgeführt werden können. Die Bestimmung der Kreditwürdigkeit eines Geschäftspartners ist dabei eine wichtige Grundlage, um die Höhe des Risikos qualifiziert einzuschätzen und für eine fundierte Kreditentscheidung zu sorgen. Unter Berücksichtigung von Kosten-/Nutzen-Gesichtspunkten stehen dem Kreditmanager dafür je nach Höhe des Kreditbedarfs unterschiedliche interne und externe Datenquellen zur Verfügung. Die externen Daten werden genutzt, um das Risiko der Geschäftsbeziehung einzuschätzen und im Rahmen des Kreditmanagements eine tragbare Entscheidung zu treffen, mit der sowohl die Kundenbeziehung entwickelt als auch dem Risiko eines Forderungsausfalls präventiv vorgebeugt wird.

Fundierte Kreditentscheidungen treffen

Die Kreditentscheidung wird nach der Bonitätsprüfung auf Basis der analysierten Daten sowie unter Berücksichtigung des Kreditbedarfs und der Risikoeinschätzung getroffen. Hierbei handelt es sich um einen entscheidenden Vorgang im Kreditmanagement. Dabei werden unterschiedliche Kennzahlen und Informationen berücksichtigt: Kreditbedarf, Bonität einer Wirtschaftsauskunftei, Zahlungsverhalten in der Vergangenheit, aktuelle offene Posten, Mahnstufe, gewährte Zahlungskonditionen, evtl. vorhandene Sicherheiten, usw. Die Kreditsachbearbeiter ermitteln daraus die erforderlichen Kreditkennzahlen, z.B. Kreditlimit, interner Bonitätsindex und Risikoklasse. Auf Grundlage der Kennzahlen wird dann im Rahmen des Kreditmanagements eine fundierte Entscheidung getroffen, mit der dem Risiko eines Forderungsausfalls präventiv begegnet wird. Für eine korrekte Kreditentscheidung ist das Kreditmanagement auf qualitativ hochwertige Daten und aussagekräftige Informationen angewiesen. Nur so kann der Sachbearbeiter im Kreditmanagement seinen Beitrag zur Risikominimierung für das Unternehmen beitragen.

Kundenrisiken kontinuierlich beobachten

Die Kreditüberwachung hat eine große Bedeutung im Kreditmanagement. Hier geht es um eine laufende Beobachtung der Geschäftspartner und systematische Kreditkontrolle. Die Kontrolle kann sich dabei auf einzelne Kunden, aber auch auf Gruppen von Kunden beziehen, die Intensität an der Kredithöhe und der Bonität orientieren. Kontrolliert wird insbesondere, ob ein gewährtes Kreditlimit eingehalten oder überzogen wird, ob Zahlungen rechtzeitig erfolgen und ob evtl. gegebene Kreditsicherheiten weiterhin ausreichen. Dabei werden regelmäßig auch alle wesentlichen, der ursprünglichen Kreditentscheidung zugrunde gelegten Informationen fortgeschrieben und überprüft (Analyse aktueller Bonitätsinformationen, Überwachung des Zahlungsverhaltens, Beobachtung des Kaufverhaltens, usw.).

Mit der Kreditüberwachung muss der Sachbearbeiter im Kreditmanagement sicherstellen, dass evtl. Verschlechterungen des Risikos, die sowohl aus der negativen Entwicklung der Bonität als auch aus einer Wertminderung der zur Verfügung gestellten Sicherheiten resultieren können, frühzeitig erkannt und gemessen werden. Basierend auf aktuellen Erkenntnissen können daraufhin entsprechende Folgeprozesse im Kreditmanagement organisiert werden: Bei einer positiven Entwicklung kann die Geschäftsbeziehung weiter ausgebaut werden, wogegen bei einer negativen Entwicklung das Risiko zurückgefahren oder abgesichert werden muss. Dabei können unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt werden: Reduzierung des Kreditlimits, Sperre des Geschäftspartners, Sperre von Aufträgen und Lieferungen, Anpassung von Zahlungsbedingungen, Verschärfung des Mahnwesens, usw.

Kreditrisiken durch Sicherheiten minimieren

Das Sicherheitenmanagement ist eine Maßnahme im Rahmen des Kreditmanagements, um Risiken vorzubeugen. Bei Sicherheiten handelt es sich um Vermögensgegenstände (Sachen und Rechte), die den Gläubiger gegen das Ausfallrisiko (Kreditrisiko) aus einer Kreditgewährung absichern sollen. Auf Sicherheiten bestehen Kreditinstitute v.a. im mittel- und langfristigen Bereich, weil dort der Verlass auf die weiter bestehende Kreditwürdigkeit (Bonität) des Kreditnehmers angesichts der nicht vorhersehbaren künftigen wirtschaftlichen Entwicklungen oft nicht gegeben und daher die Gewährung eines Blankokredites (d.h. ohne Sicherheiten) mit nicht vertretbaren Risiken verbunden ist.

Mit Bilanzratingberichten Kreditrisiken erkennen

Bilanzratingberichte sind heute ein bedeutender Bestandteil im Risikomanagement. Sie helfen Unternehmen, Risiken richtig einzuschätzen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Gerade für Kapital- und Kreditgeber ist es von zentraler Bedeutung, die zukünftige Schuldendienstfähigkeit der Geschäftspartner genau zu kennen. Emittenten wiederum sichern sich durch Bilanzratings das Vertrauen von Investoren, und für die beurteilten Unternehmen sind Bilanzratings ein wichtiger Baustein innerhalb der Finanzkommunikation.

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