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Vorreiter oder abgehängt?

23-06-2018 7 min read

Die Coronavirus-COVID-19-Epidemie wirkt sich immer weiter auf die Gesellschaft und die globale Wirtschaft aus und verändert das öffentliche und wirtschaftliche Leben drastisch. Digitale Prozesse werden zum Rettungsanker. Es zeigt sich schlagartig: Wer in die Digitalisierung investiert hat – sei es in Kommunikation, Daten- und Dokumentenmanagement, in Konnektivität oder in Fachabteilungen – kann diese Krise deutlich besser abfedern als andere. Vor diesem Hintergrund, stellen wir die Frage: Wo stehen Versorger in Sachen Digitalisierung?

Grundsätzlich ist in der europäischen Versorgungswirtschaft eine gewisse Skepsis gegenüber digitalen Innovationen zu beobachten. Diese Einstellungen könnten sich noch als folgenschwer erweisen – in Anbetracht der aktuellen Ereignisse vielleicht sogar früher als gedacht. Vorweg: Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Versorgungsunternehmen ihrer infrastrukturell wichtigen Verantwortung derzeit nicht gerecht würden. Jedoch sollte der aktuelle Ausnahmezustand durchaus als Anlass dienen, die eigenen Strategien mit Blick auf die Digitalisierung zu überdenken 

Denn bis dato sträuben sich viele Versorger noch, die digitale Transformation anzupacken. Gemäß der Studie “2019 Digital Operations Study for Energy - Power and Utilities” von PriceWaterhouseCoopers (pwc) ist 41Prozent der Befragten der Return of Investment bei digitalen Innovationen unklar. Ebenso viele geben an, ihren Mitarbeiter/innen fehlten die Fähigkeiten, um digitale Technologien einzuführen und zu nutzen.

 

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Blogpost-Digitale-Finanzprozesse

Bei der sogenannten „digitalen Reife“ hinken Versorger hinterher. Wenn man die befragten Unternehmen danach einteilt, ob sie digitale Anfänger, also noch ganz am Anfang der Digitalisierung stehen, bejahen dies ganze 45 Prozent in der Versorgerbranche. Vergleichbare Branchen sind hier bereits weiter: bei Mineralöl- und Erdgasproduzenten etwa sind es 10 Prozent weniger. In der Chemieindustrie sogar nur 26 Prozent. Genau umgekehrt verhält es sich dann erwartungsgemäß bei den „digitalen Champions“ – also digital sehr fortschrittlichen Unternehmen.

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Blogpost-Digitale-Finanzprozesse

Die Skepsis in der Branche zeigt sich auch in der erwarteten Gewinnsteigerung durch digitale Technologien über die nächsten fünf Jahre. 36 Prozent der Unternehmen gehen von weniger als 10 Prozent Gewinnsteigerung aus, nur 2 Prozent von mehr als 30 Prozent. 

Ähnlich verhält es sich bei den erwarteten Effizienz- und Einsparungssteigerungen im gleichen Zeitraum. Hier geben sogar 40 Prozent an, sie erwarten lediglich eine Verbesserung von unter 10 Prozent und nur 3 Prozent rechnen mit 30 Prozent mehr Effizienz bzw. geringeren Kosten.

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Blogpost-Digitale-Finanzprozesse

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Versorger mit Blick auf die Digitalisierung noch zu vorsichtig sind. Aber um langfristig zukunftsfähig und krisenfest zu sein, müssen sie (wie andere Unternehmen auch) digitale Prozesse vorantreiben, ortsunabhängiges und mobiles Arbeiten ermöglichen und durch intelligente Automatisierung die Sicherheit und Risikoprävention erhöhen. Versorgungsunternehmen zeigen sich hier bisher also nicht als Vorreiter, sondern müssen sich sogar bemühen, nicht abgehängt zu werden.

In welchen Fachbereichen der Versorgungs-Branche die Digitalisierung bereits am weitesten fortgeschritten ist und welche Technologien dabei eingesetzt werden, erfahren Sie in unserer Infografik.

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